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Ein paar grundsätzliche Fragen

Bilderlampen sind auf die Beleuchtung von Bildern spezialisiert. Gute Bildbeleuchtung im privaten Bereich muss technische Bedingungen mit dem Ambiente eines Wohnraumes verbinden. Gestalterisch lassen sich die Erfahrungen aus dem Bereich der Galerie-Beleuchtung mit den Anforderungen an Wohnraum-Architektur verbinden.

Aber auch auf den richtigen Einsatz der Bildbeleuchtung kommt es an.

Eine Bilderleuchte setzt das Bild in Szene. Das Bild soll durch die Art der Bildbeleuchtung nicht verändert werden, weder in seinem Charakter, noch in seinen Farben oder Farbklängen, noch soll es im Laufe der Zeit durch den Einfluss der Beleuchtung ausbleichen. Und ganz wichtig: die Beleuchtung soll nicht blenden, weder den Betrachter des Bildes, noch jemanden, der z. b. unter dem Bild auf dem Sofa sitzt. Ach Lichtreflexe im Bild sollen vermieden werden.

  1. Faustregeln:
    • Blendung vermeiden. Nie gegen die Blickrichtung leuchten.
      Nicht quer durch den Raum auf ein Bild leuchten.
    • zu steilen Beleuchtungswinkel vermeiden, also nicht steil von oben oder von der Seite:
      das gibt störende Relief-Schatten und Helligkeitsunterschiede von oben nach unten.
    • Schatten vom Betrachter vermeiden, also nicht zu flach von vorne leuchten.
    • Das ganze Bild möglichst gleichmäßig hell ausleuchten,
      also nicht mit engem Spot ein Stück des Bildes herauspicken.
      Das verfremdet das Bild. (So was kann auch gewollt sein.)
      Ein sanfter Helligkeitsabfall von oben nach unten wird kaum auffallen, ist auch technisch nur schwer zu kompensieren. Das menschliche Auge ist nicht so streng wie ein Film oder Messgerät. Der Rand eines Lichtkegels aber ist auffällig und sollte ausserhalb des Bildes liegen.
    • Die Belastbarkeit des Bildes ist zu berücksichtigen. Licht bleicht Farben aus, Farben und Materialien sind verschieden empfindlich dagegen. Generell hängt die Belastung von Intensität und Dauer der Beleuchtung ab. Empfindliche Bilder dürfen nur in abgedunkelten Räumen, mit schwachem Licht und nur für kurze Zeit beleuchtet werden. UV-Filter vor dem Bild und vor dem Scheinwerfer sind dann nötig und mindern die Belastung, heben sie aber nicht ganz auf.

  2. Von wo aus beleuchten?
    • von der Decke aus - die klassische Lösung und fast immer die beste Wahl.
      Die Lichtquelle soll ca 60 - 120 cm vor der Bildebene liegen,
      je nach Bildgröße und Raumhöhe.
      So kommt das Licht schräg von oben,
      der Betrachter wirft keinen Schatten auf das Bild,
      Spiegelreflexe gehen unterhalb Augenhöhe,
      keine störenden Elemente an der Bildwand (Leuchten, Kabel) fallen weg.

      woher kommt der Strom?
      • Stromauslässe sind an den passenden Stellen vorhanden
        -- Einzelne Strahler an der Decke   Beispiel GALA
      • Hohlraumdecke ist vorhanden, der Strom über der Zwischendecke verlegt
        -- Deckeneinbau-Strahler, dreh- und schwenkbar
      • Keine Hohlraumdecke, kein passender Stromauslass vorhanden:
        -- Schienensystem, auf dem die Strahler an beliebiger Stelle fixiert werden
        -- 220-Volt-Schiene
        -- Niedervoltsystem   Beispiel VOLO
      • Zwischendecke wird extra für die Bildbeleuchtung eingezogen,
        z.B. als Band, Stufe oder Fries
        -- Deckeneinbau-Strahler

    • von der Bilderwand aus beleuchten.
      Wenn gute Gründe gegen die Beleuchtung von der Decke aus sprechen
      ( kein Strom, kein Platz, optisch störendes Element ...)
      Das Licht soll auch in diesem Fall von schräg oben kommen,
      die Lichtquelle sollte mit einem Ausleger oder Arm vor die Bildebene gezogen werden,
      je nach Größe des Bildes 40 bis 80 cm.

      woher kommt der Strom?
      • Stromauslass liegt hinter dem Bild (der günstigste Fall)
        -- Bildleuchte JUNO oder DOMI (für kleinere Bilder)
      • Der Strom wird in der Bilderschiene geführt
        -- System Light Light oder ähnliches
      • Der Strom wird aus einer Steckdose genommen
        -- Bildleuchte JUNO oder DOMI (für kleinere Bilder)

    • Nicht von der Decke, nicht von der Bildwand aus leuchten:
      Man kann Bilder auch mit Tisch- oder Stehlampen beleuchten.
      Man kann auch den Raum so hell machen, dass eine spezielle Bildbeleuchtung sich erübrigt.
      Der schwierigste Fall ist der häufigste:
      über der Couch hängt ein Bild, das beleuchtet werden soll. Mit Strahlern unmöglich, das blendet immer den, der auf der Couch sitzt. In so einem Fall muss man mit weichem Licht arbeiten, so dass man auch in Richtung der Lichtquelle schauen kann, ohne dass man geblendet wird.

      Für diese Funktion wurde die Stehleuchte NIKE XL entwickelt: der Schirm verteilt die Helligkeit auf die ganze Fläche, so dass man nicht geblendet wird. Der Deckenfluter macht die Umgebung mit indirektem Licht hell. Jetzt kann man die Bilder über der Couch oder wo auch immer betrachten, und keiner wird geblendet.

  3. Abstände zur Bildausleuchtung

    Wenn die Lichtquelle zu nah am Bild sitzt, ist die Helligkeitsverteilung sehr ungleichmäßig. Das Bild wird dadurch verfremdet.
    Wenn die Lichtquelle genügend weit vor der Bildebene sitzt, wird die Verteilung gleichmäßiger.

    Wenn der Reflektor das Licht eng bündelt, muss der Abstand zum Bild wieder größer sein. Ist die Lichtquelle zu nah, sind die Grenzen des Lichtkegels deutlich zu erkennen. Das Bild wird verfremdet. Dies macht sich z.B. bemerkbar, wenn ein großes Bild mit einem Niedervolt-Spot beleuchtet wird.


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